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Kein Amt nur noch per Klick - Analoge Behördengänge ein Muss

Aus dem Rathaus
Sachbearbeiter schaut sich eine Akte an

Vieles in unserer Gegenwart mag durch die Digitalisierung komfortabler geworden sein, doch die zunehmende Verlagerung behördlicher Kommunikation auf ausschließlich digitale Angebote stellt ein Problem dar. Für zahlreiche Bürger:innen gefährdet diese Einschränkung nämlich den Zugang zu existenziell wichtigen Leistungen wie Grundsicherung, Arbeitslosengeld, Wohngeld oder Kindergeld. Sozialverbände und Beratungsprojekte weisen daher auf zunehmende Probleme für Kund:innen hin. Betroffen sind hierbei insbesondere, aber nicht nur: ältere Menschen ohne ausreichende digitale Kenntnisse, Menschen mit Behinderungen, psychischen oder Suchterkrankungen sowie diejenigen in schwierigen sozialen oder persönlichen Lebenslagen.

Daher haben die Fraktionen von Die Linke, SPD und Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick einen Antrag zur Sicherstellung der persönlichen Erreichbarkeit des Bezirksamtes, des Jobcenters und der Arbeitsagentur eingebracht. Insbesondere sollte gewährleistet werden, dass auch künftig persönliche Antragstellungen, Bescheiderteilung, Beratungen und Klärungen vor Ort und analog möglich sind und nicht ausschließlich digitale Kommunikationswege angeboten werden. Daher sollten in den entsprechenden Schreiben immer auch die analogen Möglichkeiten gleichberechtigt angegeben werden. Der Antrag wurde inzwischen in den Ausschuss für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Teilhabe und Inklusion überwiesen, der darüber beraten wird. 


Dieser Artikel stammt aus dem “Aus dem Rathaus” vom Juni 2026. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden. Beide Zeitungen gibt es auch als kostenloses Abo.

 

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