Petition zur Kino-Rettung
Traumfabrik-Initiative will Cinestar Treptow wiederbeleben
Seit Januar dieses Jahres steht das ehemalige Cinestar-Kino am Treptower Park leer. Neun Kinosäle, ein großer Bürotrakt und jede Menge Raum und Freiflächen sind seitdem ungenutzt. Trotz umfangreichem Konzept und einem Finanzierungsplan der Initiative Traumfabrik Treptow, einem Zusammenschluss aus ehemaligen Kino-Mitarbeiter:innen und Nachbar:innen, verweigert sich der Besitzer der Immobilie, Aroundtown SA, einem konstruktiven Dialog über eine mögliche Zwischennutzung. Stattdessen verkommt das Gebäude immer weiter und macht die Kreuzung an der neuen A100-Anschlussstelle nicht nur verkehrspolitisch zu einem Sorgenkind im Treptower Norden. Die Initiative Traumfabrik Treptow hat deshalb nun eine Petition gestartet, um den Druck auf den Eigentümer zu erhöhen. Zahlreiche Akteure aus Kultur und Politik haben beim feierlichen Petitionsstart am 9. Juni vor dem ehemaligen Kino-Eingang ihre Unterstützung für das Projekt zu Papier gebracht. Mit einem soziokulturellen Mischkonzept wollen die Aktiven der Traumfabrik-Initiative auf den akuten Raummangel im kulturellen und sozialen Bereich reagieren und gleichzeitig einen Begegnungsort für die Nachbarschaft schaffen. Zahlreiche Vereine, Gruppen und Künstler:innen haben sich bereits für eine mögliche Nutzung vormerken lassen. So schnell wie möglich soll das Gebäude wiederbelebt werden, damit der Leerstand nach dem Januar-Aus des Kinos nur eine kurze Episode in der langen Geschichte des Kulturorts bleibt.
Dieser Artikel stammt aus dem “blättchen” vom Juni 2026. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden. Beide Zeitungen gibt es auch als kostenloses Abo.

