Schritt halten mit dem Wachstum - Die Bilanz von Carolin Weingart

Aus dem Rathaus

Bild: Linke Sozialstadträtin Carolin Weingart und Elsa Brandt vom Förderverein an der Baustelle für den neuen Kiezklub Baumschulenweg. Die Kiezklubs sind seit 30 Jahren ein Linkes Projekt im Bezirk.


Treptow-Köpenick wächst rasant. Über 300.000 Menschen leben bereits hier – doch soziale Infrastruktur und Gesundheitsangebote halten mit dieser Entwicklung nicht Schritt. Linke Bezirksstadträtin Carolin Weingart (40) stellt klar, wo die größten Baustellen liegen und welche Lösungen der Bezirk bereits umsetzt. Besonders sichtbar wird der Handlungsbedarf in der ambulanten ärztlichen Versorgung. 28 Hausarztsitze sind unbesetzt, bei Kinder- und Jugendärzten liegt der Bezirk berlinweit auf dem letzten Platz. Für viele Familien bedeutet das monatelange Wartezeiten und lange Wege.

Weingart verweist auf ein innovatives Projekt, das berlinweit Beachtung findet: die Praxis-Raumbörse. Sie erfasst freie, bezahlbare Gewerbeflächen und bringt sie mit Ärztinnen und Ärzten zusammen. Das Modell gilt inzwischen landesweit als Empfehlung zur Verbesserung der Versorgung. Durch die Vermittlung freier Räume im Parkcenter können demnächst neue Hausarztpraxen eröffnet werden. Für die Bevölkerung vor Ort ist das ein spürbarer Fortschritt.

Auch bei der Pflege geht der Bezirk neue Wege. Mit dem von Weingart initiierten „Runden Tisch Pflege“ arbeiten Akteurinnen und Akteure gemeinsam an Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels – kontinuierlich, praktisch und über Zuständigkeitsgrenzen hinweg.

Die Klimakrise trifft Treptow-Köpenick ebenfalls direkt. Das Hitzeschutzkonzept des Bezirks, das im kommenden Jahr vorgestellt wird, setzt auf konkrete Maßnahmen wie Kälteräume und besondere Unterstützung für sozial benachteiligte Gruppen. Gleichzeitig stärkt der Bezirk die Straßensozialarbeit für Obdachlose und setzt auf Hilfe statt Ausgrenzung.

Eine zentrale Rolle spielen auch die Kiezklubs, die seit Jahrzehnten Orte der Begegnung und sozialen Teilhabe sind. Ihr Fortbestand war zuletzt mehrfach gefährdet, doch Engagierte und Verwaltung setzten sich erfolgreich für ihre Sicherung ein. Über 300 Ehrenamtliche tragen das soziale Leben im Bezirk – ein berlinweit herausragender Wert.

Weingarts Bilanz der letzten vier Jahre zeigt, wie vielfältig die sozialen und gesundheitlichen Herausforderungen eines wachsenden Bezirks sind. Und sie zeigt, dass konkrete Maßnahmen vor Ort entscheidend sein können, um Lebensqualität zu sichern und zu verbessern.


Dieser Artikel stammt aus dem Aus dem Rathaus vom Dezember 2025. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden. Beide Zeitungen gibt es auch als kostenloses Abo.

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