„Sonnenkinder“ gerettet – trotz CDU-Enthaltung

Aus dem Rathaus

Umzug ins Kulturzentrum Schöneweide

Das Familienprojekt „Sonnenkinder“ arbeitete seit vielen Jahren erfolgreich in der Flutstraße 1 in Niederschöneweide. Die Angebote richteten sich an Familien mit Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren: spielen, Spaß haben, sich kennenlernen – die Kinder und ihre Betreuungspersonen.

Dann kam die Kündigung der Räume zum 30. April 2026. Nun gibt es aber, wen wundert es, kein Überangebot an Räumen in der Nähe, die für die Weiterführung des Projektes geeignet und bezahlbar wären. Die Einhorn gGmbH, Betreiberin dieses wichtigen Familienprojekts im Kiez Niederschöneweide, wandte sich auch an die Linke mit der Bitte um Hilfe in diesem Dilemma.

Eine Idee war, nicht genutzte Räume im „Kulturzentrum Schöneweide“ in der Schnellerstraße 81 dafür herzurichten. Nur wurden diese Räume als Lagerräume zum Beispiel für Bestände des Museums Treptow-Köpenick genutzt. Weder der Stadtrat für Kultur (CDU) noch der Jugendstadtrat (CDU) waren geneigt, diesen Vorschlag ernsthaft zu prüfen. Sicher, auch die Bestände des Museums müssen fachgerecht aufbewahrt werden, aber muss das ausgerechnet in einem Haus mit Garten und guten Bedingungen für ein Familienprojekt sein? Noch dazu mit Synergieeffekten für die Kulturarbeit, die dort geleistet wird.

Nach vielen Diskussionen sowohl im Kulturausschuss als auch im Jugendhilfeausschuss brachte die Linke gemeinsam mit den Fraktionen Bündnis 90/Die Grünen und SPD im November 2025 einen Antrag in die BVV ein, in dem das Bezirksamt dringend ersucht wurde, eine Lösung zu finden. Dieser Antrag wurde zwar beschlossen, nur die CDU-Fraktion zeigte sich nicht sehr engagiert und enthielt sich bei der Abstimmung.

Nun, nachdem eine Lösung gefunden wurde und das „Kulturzentrum Schöneweide“ genutzt werden kann, stellt Jugendstadtrat Grammelsdorf (CDU) in seiner Pressemitteilung vom 23. März fest, dass Projekte wie die „Sonnenkinder“ unverzichtbar seien. Es ist zu begrüßen, dass diese Erkenntnis auch in der CDU gewachsen ist – besser hinterher als nie.


Dieser Artikel stammt aus dem “Aus dem Rathaus” vom April 2026. Die Zeitungen des Bezirksvorstandes und der Fraktion können hier runtergeladen werden. Beide Zeitungen gibt es auch als kostenloses Abo.