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Sporthallenkapazitäten für Schulen in Treptow-Köpenick

Philipp Wohlfeil

Schriftliche Anfrage

Drucksache Nr. IX/0941 vom 04.03.2025 des Bezirksverordneten Philipp Wohlfeil – Die Linke.


Ich frage das Bezirksamt:

  1. An welchen Schulen in Treptow-Köpenick gibt es aktuell nicht ausreichend Kapazitäten in Turnhallen, um die benötigten Schulsportstunden zu gewährleisten?

  2. An welchen Schulen werden in den kommenden Jahren die Kapazitäten in Turnhallen nicht ausreichen?

  3. Welche Planungen für die Erweiterung von Kapazitäten in Turnhallen existieren und wie ist der aktuelle Umsetzungsstand?

 

Hierzu antwortet das Bezirksamt Treptow-Köpenick:

Zu 1. und 2.
Aufgrund der steigenden Schülerzahlen in Treptow-Köpenick besteht inzwischen an einer Vielzahl von Schulen ein erhöhter Bedarf an Sporthallenkapazitäten. Das Bezirksamt orientiert sich bei allen Flächenbedarfen an den Musterraumprogrammen für Neubauten. Da diese ein Hallenteil pro Lerngruppe für den Sportunterricht vorsehen, ist der überweigende Teil der bezirklichen Schulen rechnerisch unterausgestattet. In Bestandshallen ist die Nutzung von Hallenteilen durch mehrere Lerngruppen allerdings üblich. Die Schulen wirken zudem selbständig durch die Organisation der Schulsportstunden im Rahmen ihrer Stundenplanerstellung den höheren Bedarfen entgegen. Gemäß Nr. 6 Sportanlagennutzungsvorschriften sind Sportanlagen auf Schulstandorten im Hinblick auf die Mehrfachnutzung grundsätzlich montags bis freitags ab 16 Uhr, sonnabends, sonn- und feiertags sowie innerhalb der gesetzlichen Ferien ganztägig in die laufende Vergabe an Vereine und Dritte zu vergeben. Abweichend von diesem Grundsatz sollen die Schulen in diesen Zeiträumen Nutzungszeiten für Sportunterricht, Kursbetrieb in der Oberschule und andere schulische Veranstaltungen in Anspruch nehmen können. Einige Oberschulen und Schulen im Ganztagsbetrieb machen hiervon Gebrauch. Ein Ausfall von Schulsportstunden aufgrund nicht ausreichender Kapazitäten ist dem Bezirksamt nicht bekannt. Ein besonderes Defizit an Sporthallenkapazitäten besteht allgemein an den vier Grundschulen in den Regionen Ober- und Niederschöneweide und insbesondere an der Edison-Schule, welches jedoch aufgrund der Grundstücksituation nicht am Standort selbst behoben werden kann. Der Schulträger stellte dazu bereits mehrfach Anfragen bei dem benachbarten Oberstufenzentrum zur Mitnutzung der Sporthalle. Bis zum heutigen Zeitpunkt liegt jedoch noch keine positive Rückmeldung vor. Im Oberschulbereich besteht derzeit ein Defizit an der Anna-Seghers-Schule (Gemeinschaftsschule) und an der Merian-Schule. Beide Schulen haben Sporthallenzeiten in Hallen des Fachvermögens Sport erhalten. Die 12. Schule (Gymnasium) nutzt aufgrund der derzeitigen Sanierung der Sporthalle am eigenen Standort die Sporthalle der Schule am Heidekampgraben. Alle anderen Defizite an gedeckten Sportanlagen können in Zukunft durch Realisierung der Schulbaumaßnahmen am eigenen Schulstandort, zumindest aber in der Schulplanungsregion, begegnet werden.

Zu 3.
Um den erhöhten Bedarfen an Sporthallenkapazitäten in Abhängigkeit der steigenden Schulplatzbedarfe gerecht zu werden, wurden durch das Schul- und Sportamt zahlreiche Baumaßnahmen in der Investitionsplanung angemeldet. Die als Anlage beigefügte Übersicht gibt einen entsprechenden Überblick über die geplanten sowie im Bau befindlichen und auch bereits umgesetzten Maßnahmen (Anlage: Übersicht Baumaßnahmen Sporthallen).

 

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