Kreisverkehr statt Kreuzung: Knotenpunkt An der Wuhlheide zukunftsfähig gestalten
Antrag, interfraktionell mit SPD und B'90/Grüne
Die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin möge beschließen:
Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass bei der Neuplanung
der Kreuzung Treskowallee / An der Wuhlheide / Edisonstraße / Rummelsburger Landstraße auch die
Möglichkeit eines Kreisverkehres mit in die Betrachtung aufgenommen wird.
Darüber hinaus wird dem Bezirksamt empfohlen, sich bei den zuständigen Stellen dafür einzusetzen, dass die
Straßenbahntrasse zwischen dem FEZ und Ostkreuz entlang der Straße An der Wuhlheide / Rummelsburger
Landstraße bis zur Anschlussstelle Blockdammweg in den ÖPNV-Bedarfsplan aufgenommen und mit den
Planungen begonnen wird.
Begründung:
Mit dem Abriss der Brücke über die Treskowallee hat der Senat beispiellos gezeigt, dass in Berlin auch
Schnelligkeit funktionieren kann, wenn es notwendig ist. Bereits in der Ausschusssitzung des Ausschusses für
Stadtentwicklung und Bauen und Umwelt- und Naturschutz am 27.05.2025 wurde berichtet, dass nun mit der
umgehenden Neuplanung der Kreuzung An der Wuhlheide / Edisonstraße / Treskowallee / Rummelsburger
Landstraße begonnen wird. Diese Planungen sollten mit dem Ziel verbunden sein, die Kreuzung für die heutigen
und künftigen Verkehrsbedarfe zu ertüchtigen. Dem Umweltverbund aus öffentlichem Personennahverkehr,
Rad- und Fußverkehr sollte dabei klarer Vorrang eingeräumt werden, in dem u. a. der Rad- und Fußverkehr mit
einer Brücke über den Knotenpunkt geführt wird.
Der Knotenpunkt selbst sollte als Kreisverkehr gestaltet werden, denn Städte, wie u. a. Leipzig, Karlsruhe, Basel
und Wien zeigen, dass Kreisverkehre mit Straßenbahnen kombinierbar und mit guter Planung sogar
leistungsfähiger sind und bisherige konfliktreiche Ampelkreuzungen entschärfen können. Voraussetzung ist eine
klare Vorrangregelung (z. B. Straßenbahn hat Vorfahrt im Kreis), häufig über Signalanlagen oder bauliche
Trennung.
Oberschöneweide ist darüber hinaus in den letzten Jahren stark gewachsen. Mit einer Straßenbahnverbindung
vom FEZ bis hin zur Anschlussstelle Blockdammweg und den damit verbundenen Lückenschluss werden
Köpenick, Schöneweide und das ehemalige Rundfunkgelände in der Nalepastraße sowie das gesamte
Köpenicker Straßenbahnnetz besser angeschlossen und die Anbindung für Veranstaltungen im FEZ, in der
Parkbühne Wuhlheide sowie im Stadion An der Alten Försterei verbessert.
Drucksache Nr.: IX/1061
Ansprechpartner: Philipp Wohlfeil

