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Baumfällungen in Treptow

Marina Borkenhagen

Schriftliche Anfrage VIII/0813

  1. Wie viele Baumfällungen und aus welchen Gründen erfolgten 2017 bis 2019 an der südlichen und östlichen Uferkante der Insel der Jugend und gab es dazu entsprechende Nachpflanzungen oder sonstige Ausgleichsmaßnahmen, wenn ja, welche und, wenn nein, warum nicht?
  2. Wie viele Baumfällungen und aus welchen Gründen erfolgten in den zwei Jahren auf dem Gelände der Sophie-Brahe-Schule und gab es dazu entsprechende Nachpflanzungen oder sonstige Ausgleichsmaßnahmen, wenn ja, welche und, wenn nein, warum nicht?
  3. Welche Ausgleichsmaßnahmen gab es für Gehölze, die im Zuge der (neu) Anlage des Sportplatzes der Sophie-Brahe-Schule entfernt wurden?
  4. Wie viele Bäume wurden zwischen Galileistraße und Orionstraße 19-40 gefällt, was ist auf dem Gelände geplant und welche Ausgleichsmaßnahmen hat es gegeben?
  5. Teilt das Bezirksamt die Auffassung, dass die Gestaltung und Pflege des Treptower Parks neben dem Denkmalschutz auch Aspekte wie Größe der Artenvielfalt, Diversität der Population, Menge der lebenden Biomasse, Abkühlungs- und Luftfiltereffekte sowie das Erholungsbedürfnis der Besucherinnen und Besucher berücksichtigen muss und dazu Kompromisslösungen nötig sind?
  6. Welche Kompromisse zulasten des Denkmalschutzes setzt das Bezirksamt schon um oder sind geplant?
  7. Wie hat sich der Baumbestand auf Flächen des Bezirkes (Straßenbäume, Park- und Grünanlagen, bitte getrennt auflisten) in den letzten fünf Jahren entwickelt und welche Maßnahmen zur Erhöhung des Baumbestandes werden umgesetzt oder sind geplant?

gestellt am 12.04.2019

von Marina Borkenhagen

Das Bezirksamt antwortet am 25.04.2019

Wie viele Baumfällungen und aus welchen Gründen erfolgten 2017 bis 2019 an der südlichen und östlichen Uferkante der Insel der Jugend und gab es dazu entsprechende Nachpflanzungen oder sonstige Ausgleichsmaßnahmen, wenn ja, welche und, wenn nein, warum nicht?

Es wurden für das Bauvorhaben "Wasserwanderrastplatz" 7 Bäume (6 Pappeln und eine
Kastanie) durch das Bezirksamt gefällt und einer in Zuständigkeit des WSA (eine weitere
Kastanie).

Diese Bäume werden entsprechend der Wertermittlung im Herbst 2019 auf der Insel der Jugend durch Neupflanzungen ersetzt, nachdem die Steganlage fertiggestellt ist.

Wie viele Baumfällungen und aus welchen Gründen erfolgten in den zwei Jahren auf dem Gelände der Sophie-Brahe-Schule und gab es dazu entsprechende Nachpflanzungen oder sonstige Ausgleichsmaßnahmen, wenn ja, welche und, wenn nein, warum nicht?

2017 ..... 1 Baum weil abgestorben.
2018 ..... 1 Baum wegen biologischer Versagenskriterien
2019 ..... 1 Baum wegen Baummaßnahme der Schule

Die eine erforderliche Ersatzpflanzung (für Fällung 2019) ist erfolgt.

Welche Ausgleichsmaßnahmen gab es für Gehölze, die im Zuge der (neu) Anlage des Sportplatzes der Sophie-Brahe-Schule entfernt wurden?

Im Zuge der Baumaßnahme Sportanlage Sophie- Brahe-Schule wurden im Februar
2014 16 Bäume in der Bulgarischen Straße und 18 Bäume auf der Schulsportanlage gefällt.

Es handelt sich dabei überwiegend um Pappeln, die auf Grund ihres Zustandes, ihres Standortes und der Wurzelausbildung im Baugrund gefällt werden mussten. Als Ersatz wurden, entsprechend der Ausnahmegenehmigung 26 Bäume auf der Sportanlage, im Schulhof und im Öffentlichen Straßenland gepflanzt.

Wie viele Bäume wurden zwischen Galileistraße und Orionstraße 19-40 gefällt, was ist auf dem Gelände geplant und welche Ausgleichsmaßnahmen hat es gegeben?

2017 bis 2019 wurden insgesamt 14 Bäume gefällt, unterschiedliche Versagenskriterien, u.a. Sturm 2017 und 2018.
Die bezirkliche Grünanlage bleibt beibehalten.
Mittelfristig sind Neupflanzungen geplant.

Teilt das Bezirksamt die Auffassung, dass die Gestaltung und Pflege des Treptower Parks neben dem Denkmalschutz auch Aspekte wie Größe der Artenvielfalt, Diversität der Population, Menge der lebenden Biomasse, Abkühlungs- und Luftfiltereffekte sowie das Erholungsbedürfnis der Besucherinnen und Besucher berücksichtigen muss und dazu Kompromisslösungen nötig sind?

Ja, natürlich.

Davon zeugen insbesondere die zur Sanierung der Flächen am Karpfenteich stattgefundenen Planungsrunden und Besprechungen unter Teilnahme der Denkmalbehörde und der Naturschutzbehörde.

Im Übrigen schließt das Eine nicht zwangsläufig alles Andere aus.

Welche Kompromisse zulasten des Denkmalschutzes setzt das Bezirksamt schon um oder sind geplant?

Die derzeit vorhandenen überalterten Gehölzbestände haben sich aufgrund fehlender Pflege in den letzten Jahrzehnten stark ausgebreitet. Vergleicht man die ursprüngliche Planung der Gehölzflächen von Gustav Meyer mit den heute vorhandenen, ist festzustellen, dass sich die m2 Gehölzflächen fast verdoppelt haben.

Dem Denkmalschutz folgend, müssten hier umfangreiche Rodungen erfolgen, um einerseits die Weite der Wiesenflächen wieder zu vergrößern sowie verlorengegangene Sichtachsen wiederherzustellen und um andererseits die veralteten Bestände zu erneuern (dies z.B. auch im Hinblick auf Vergrößerung der Artenvielfalt).

Im Bereich um den Karpfenteich wurden die Rodungen in Abstimmung mit den beteiligten Behörden auf ein Minimum beschränkt. Mit dem gewonnenen Totholz wurden- für denkmalgeschützte Parkanlagen untypisch - Benjeshecken errichtet.

Wie hat sich der Baumbestand auf Flächen des Bezirkes (Straßenbäume, Park- und Grünanlagen, bitte getrennt auflisten) in den letzten fünf Jahren entwickelt und welche Maßnahmen zur Erhöhung des Baumbestandes werden umgesetzt oder sind geplant?

  Straßenbäume gefällt-
oder abgängig

gepflanzt

2014 637 301
2015 598 184
2016 756 65
2017 1007 277
2018 684 267


ln den letzten Jahren ist der Baumbestand wieder rückläufig.

Der in den Vorjahren erlebte Zuwachs an Straßenbäumen war im Wesentlichen dem umfangreichen Straßenbau zu verdanken, in dessen Zuge Tausende von Straßenbäumen gepflanzt wurden, insbesondere im Gebiet WISTA Adlershof.

Seit ca. 6 Jahren werden nur noch Bäume durch die Straßenbaumkampagne des Senats
gepflanzt. Eigene Haushaltsmittel waren und sind bislang nicht vorhanden.

Aussagen zu Parkbäumen sind derzeit nicht möglich. Einerseits sind sie noch nicht vollständig erfasst und andererseits fehlen noch die IT-seitigen Voraussetzungen für eine Auswertung der vorhandenen Daten.

Der Bezirk stützt sich bzgl. Baumpflanzungen nach wie vor auf die Stadtbaumkampagne.

Ob in den Folgejahren Baumpflanzungen aus bezirklichen Mitteln möglich sein werden, kann heute noch nicht gesagt werden.
ln Kürze erhält der Bezirk das Budget für den Doppelhaushalt 2010/21.
Erst nach Vorliegen des Budgets für das Straßen- und Grünflächenamt kann eine Aussage zu Baumpflanzungen aus bezirklichen Haushaltsmitteln getroffen werden.

Schriftliche Anfrage - SchA VIII/0813


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