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Aus dem Rathaus

Behutsame Nachverdichtung

Die Planzeichnung der Wohnungsbaugenossenschaft Amtsfeld.

AfD gegen Neubau mit bezahlbarem Wohnraum

Wie gewohnt versuchte es die AfD mit einer Empörungsspirale. Diesmal nicht als Hetze gegen Minderheiten, sondern gegen sozial gerechten Wohnungsneubau im ­Allendeviertel. Pathetisch heißt es im Antrag, der in der Bezirksverordnetenversammlung im März verhandelt wurde, das Allendeviertel solle gerettet und der Neubau gestoppt werden. Sie spricht von „Tabubruch“ und verweist auf Planungen von Anfang der 1990er Jahre, die keinen Wohnungsneubau vorsahen.

„Dieses Argument ist natürlich Quatsch. Es gibt ja einen Unterschied zu Planungen von vor 30 Jahren. Damals gab es genügend Wohnraum und in der Folge bezahlbare Mieten“, stellt Uwe Doering, Sprecher für Stadtentwicklung der Fraktion DIE LINKE, fest. Eine Beteiligung der Bezirksverordneten und der betroffenen Mieter habe es bei den Debatten um den geplanten Neubau ebenfalls ­gegeben. Im Stadtentwicklungsausschuss sei das Bauvorhaben wiederholt besprochen worden. Dabei seien auch Vertreter:innen der Mieterinitiative zu Wort gekommen, die sich gegen die Nachverdichtung wenden. Von Nichtbeteiligung der Mieter:innen könne auch deshalb keine Rede sein, weil die Debatte zwischen Verwaltung und Rundem Tisch Allende-Viertel weitergeführt werde.

Doering sieht außerdem eine behutsame Nachverdichtung: „Wichtig ist auch, dass die Wohnungsbaugesellschaft Amtsfeld – wie in anderen Fällen der Nachverdichtung geschehen – nicht den begrünten Innenhof bebaut. Grün und Spielplätze im Innenbereich bleiben erhalten. Bebaut wird ein Parkplatz an der Straße. Für die Parkplätze gibt es als Ersatz eine Tiefgarage. Mieterinnen und Mieter, die an anderen Orten von der Nachverdichtung betroffen sind, würden es begrüßen, wenn das die Alternative zur Innenhofbebauung wäre.“

Nach den Planungen soll die neue Wohnbebauung bezahlbare Wohnungen insbesondere für Menschen bieten, die sonst nicht leicht eine Wohnung finden. Barrierefrei und rollstuhlgerecht sollen die Wohnungen werden, außerdem Pflegewohngemeinschaften für Betroffene von Demenz eingerichtet werden. Es ist auch ein Angebot an die älteren Mieter:innen der Wohnungsbaugesellschaft. Sie müssen dann nicht nach neuen Wohnungen außerhalb ihrer gewohnten Umgebung suchen und könnten im Allendeviertel bleiben.

„Bei so viel sozialer Planung ist es nur erwartbar, dass sich die AfD massiv dagegen einsetzt. Für uns gibt es dagegen genug gute Gründe das Vorhaben der Wohnungsbaugenossenschaft Amtsfeld zu unterstützen“, so Doering.

Dieser Artikel stammt aus "Aus dem Rathaus" vom April 2021. Die Zeitungen der Fraktion kann hier runtergeladen werden.

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