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Miniturnhalle in der Willi-Sänger-Straße

Tino Oestreich

Schriftliche Anfrage VIII/1140

  1. Ist dem Schul- und Sportamt bekannt, dass auch die in ferner Zukunft sanierte Sporthalle am geplanten Filialstandort der Sopie-Brahe-Schule (noch Gemeinschaftsschule) viel zu klein ist und bei anfallenden 64 Sportstunden pro Woche fast immer mit zwei Klassen belegt werden müsste?
  2. Teilt das Schul- und Sportamt die Auffassung der Lehrkräfte, dass die Sporthalle schon für 20 Schülerinnen und Schüler unzumutbar ist?
  3. Halten das Schul- und Sportamt und insbesondere die zuständige Bezirksstadträtin Frau Flader es angesichts der Corona-Krise, wo Wert auf Abstände gelegt werden muss, nicht für ein fatales Signal an die Eltern, Schüler und Lehrkräfte am Umzug der Grundstufe der Sophie-Brahe-Schule zum mangelhaften Standort festzuhalten und sollte nicht eher der Schutz der Gesundheit im Mittelpunkt des Handelns stehen?

gestellt am 14.04.2020

von Tino Oestreich

Das Bezirksamt antwortet am 28.04.2020

Ist dem Schul- und Sportamt bekannt, dass auch die in ferner Zukunft sanierte Sporthalle am geplanten Filialstandort der Sopie-Brahe-Schule (noch Gemeinschaftsschule) viel zu klein ist und bei anfallenden 64 Sportstunden pro Woche fast immer mit zwei Klassen belegt werden müsste?

Die Behauptung des Fragestellers zu anfallenden 64 Sportstunden erschließt sich dem Bezirksamt nicht. Die Wochenstundentafel für die Primarstufe an Gemeinschaftsschulen gern.
Anlage 1 zur Grundschulverordnung sieht drei Wochenstunden Sport in jeder Jahrgangsstufe vor, einschließlich des Schwimmunterrichtes, der naturgemäß nicht in der Schulsporthalle durchgeführt wird. Somit ergeben sich bei einer dreizügigen Grundstufe 54 Wochenstunden Sport. Die fachliche, pädagogische und organisatorische Verantwortung zur Erstellung der Stunden- und Belegungspläne und zur Durchführung des Sportunterrichts obliegt der Schule.

Teilt das Schul- und Sportamt die Auffassung der Lehrkräfte, dass die Sporthalle schon für 20 Schülerinnen und Schüler unzumutbar ist?

Nein, diese Auffassung teilt das Schul- und Sportamt nicht. Es handelt sich bei der Bestandssporthalle in der Willi-Sänger-Str. um eine Einfachhalle mit einem HallenteiL Es obliegt auch hier der Schule zu bewerten, welche Kompetenzen in dieser Sporthalle, auf den ungedeckten Sportanlagen der Schule und in den Hallenteilen am Standort Am Plänterwald 17/23 vermittelt werden. Eine Beschränkung der Sporthalle auf 20 Schülerinnen und Schüler besteht nicht.

Halten das Schul- und Sportamt und insbesondere die zuständige Bezirksstadträtin Frau Flader es angesichts der Corona-Krise, wo Wert auf Abstände gelegt werden muss, nicht für ein fatales Signal an die Eltern, Schüler und Lehrkräfte am Umzug der Grundstufe der Sophie-Brahe-Schule zum mangelhaften Standort festzuhalten und sollte nicht eher der Schutz der Gesundheit im Mittelpunkt des Handelns stehen?

Die mittel- und langfristige Schulentwicklungsplanung des Bezirkes ist unabhängig von der aktuellen COVID-19-Pandemie. Gleichwohl ist das Bezirksamt bemüht, Erfahrungen aus der aktuellen Krisenintervention in schulfachliche und Schulplanerische Erwägungen einfließen zu lassen.

Schriftliche Anfrage - SchA VIII/1140
 

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