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Umbau "Alte Schule"

Heike Kappel
Heike Kappel

Schriftliche Anfrage VIII/0501

  1. Hat die Presse vom 18. April 2018 (Berliner Woche) unter der Rubrik "Neues aus Adlershof" dahin gehend richtig informiert, dass ein Architekturbüro mit der konkreten Planung für den Umbau "Alte Schule" beauftragt wurde?
  2. Laut den öffentlichen Sitzungen, die in Adlershof stattfanden (Bürgerbeteiligung), gab es für den Umbau "Alte Schule" drei Gestaltungsvorschläge. Für welches Konzept hat sich das Bezirksamt entschieden und wer war an dieser Entscheidung beteiligt?
  3. Wie viele Bewerber gab es europaweit, wenn es eine Auswahl von fünf Büros gegeben hat, aus welchen Ländern kamen die Bewerbungen und für welche hat man sich entschieden?
  4. Werden diese jetzt mit den drei Bürgerbeteiligungen oder nur mit einem Gestaltungsvorschlag konfrontiert?
  5. In dem oben genannten Artikel wird von einer konkreten Planung berichtet. Wann und wie wurden die Nutzer des Hauses in die Entscheidung einbezogen, gab es einheitliche Meinungen zur konkreten Planung und wann wird der Ausschuss für Weiterbildung und Kultur darüber informiert beziehungsweise wann wird das Konzept dem Ausschuss vorgestellt?
  6. Seit wann ist der Abteilung Kultur bekannt, dass es an dem Standort "Alte Schule" viele Konflikte zwischen den einzelnen Kulturbereichen gibt (Galerie, Bibliothek, welche sind und waren es)?
  7. Welche Zukunft hat die Heimatstube von Adlershof in diesen Planungen?
  8. Bei den verschiedenen öffentlichen Bürgerversammlungen ging es immer um die Außengestaltung des Kulturzentrums, wie weit ist hier der Stand beziehungsweise wann wird diese Planung umgesetzt?
  9. Gibt es eine Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde zum Umbau des Kulturzentrums "Alte Schule" und ist diese in die Planung eingebunden?

gestellt am 30.05.2018

von Heike Kappel

Das Bezirksamt antwortet am 21.06.2018

Zu 1.
Das europaweite Auswahlverfahren für ein Architekturbüro hat stattgefunden. Das ausgewählte Büro hat am 03.05.2018 die Information über die Beabsichtigung der Beauftragung nach Ablauf der Zuschlags- und Wartefrist frühestens ab 14.05.2018 erhalten. Ein unterschriebener Vertrag liegt noch nicht vor.

Zu 2.
Für den geplanten Umbau wurden im Vorfeld des europaweiten Auswahlverfahrens zwei Machbarkeilsstudien mit alternativen Lösungen zur Einordnung der gewünschten Nutzungen erstellt. Eine Entscheidung für eine der Varianten wurde bisher nicht getroffen.

Zu 3.
Im Rahmen des europaweiten Auswahlverfahrens wurden insgesamt 20 Bewerbungen eingereicht, davon 3 Bewerbungen aus Brandenburg und 17 Bewerbungen von Berliner Büros. Im Ergebnis der Auswahl in der 2. Stufe anhand einer Bewertungsmatrix wurden die 5 Bewerbungen mit der höchsten Punktzahl zur Angebotsabgabe aufgefordert. Diese fünf Büros haben ihren Sitz in Berlin und Brandenburg. Ein Büro hat während des Verfahrens seine Bewerbung zurückgezogen, so dass vier Büros in der 2. Stufe zur Auswahl standen.
Aus Datenschutzgründen können die Namen der nicht ausgewählten Büros nicht genannt werden. Beabsichtigt ist die Beauftragung des Büros "Numrich Albrecht Klumpp Gesellschaft von Architekten mbH".

Zu 4.
Das ausgewählte Büro erhält alle Unterlagen aus den bisherigen Verfahren.

Zu 5.
Planungen wurden in diesem Auswahlverfahren nicht angefordert. Es liegen auch keine konkreten Planungen vor, sondern die Erarbeitung einer Planung ist Gegenstand der unter 1. genannten Beauftragung. Eine enge Abstimmung mit den Nutzenden ist ebenfalls Gegenstand der Beauftragung.

zu 6.
Der Abteilung Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport sind keine Konflikte am Standort "Alte Schule" zwischen den einzelnen Kulturbereichen bekannt.
Der Sachsland ist vielmehr folgender: Wie bereits oben beantwortet, erfolgte inzwischennach europaweiter Ausschreibung die Auswahl eines Architekturbüros, das den Umbauentwurf gestalten soll. Mit der Auswahl des Büros "Numrich Albrecht Klumpp" wurde auch dessen Entwurf ausgewählt, zu dem verschiedene Varianten zu erarbeiten sein werden. Allerdings ist dieser ausgewählte, allem Weiteren zugrunde liegende Entwurf bisher weder der Abteilung Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport (Fachvermögensträger) oder den Nutzenden bekannt. Die Einbeziehung der in der Alten Schule ansässigen und tätigen Ämter und Institutionen (Nutzergruppen) in die Planungen soll zwischen Juni und September des Jahres erfolgen. Ziel von Umbau und Sanierung des Gebäudes ist es, alle bisherigen Nutzungen und Angebote des Kulturzentrums zu erhalten, zukunftsfähig aufzustellen und darüber hinaus zusätzliche, zum Teil multifunktional nutzbare, Raumangebote für neue Angebote zu schaffen (s.a. BA-Beschluss Nr. 103/ 2017 über Sanierung, Umbau und bauliche Erweiterung des Gebäudes Kulturzentrum Alte Schule). Die Ämter haben mit den in der Alten Schule ansässigen Einrichtungen ihren jeweiligen Auftrag zu erfüllen und darüber
hinaus diese Auftragserfüllung gemäß zukünftiger Anforderungen und Standards zu entwickeln und anzupassen. Um dies sicherzustellen, ist für Juli 2018 ein diesbezügliches Abstimmungsgespräch zwischen der Bezirksstadträtin für Weiterbildung, Schule, Kultur und Sport, dem Bezirksstadtrat für Bauen, Stadtentwicklung und öffentliche Ordnung, dem Bezirksstadtrat für Soziales und Jugend und den beteiligten Amtsleitungen geplant.

Zu 7.
Für die Heimatstube Adlershof sind in der Machbarkeilsstudie zwei Räume vorgesehen.

Zu 8.
Die Planungen für die Neugestaltung der Außenflächen am Kulturzentrum wurden vorerst zurückgestellt, denn deren Realisierung vor einem eventuellen Gebäudeumbau widerspräche einem sinnvollen und wirtschaftlichen Bauablauf. Im Zuge von Umbau und Sanierung des Gebäudes werden die Freiflächen in Anspruch genommen. Verschiedene Anforderungen hinsichtlich der Freiflächen sind Gegenstand der zu beauftragenden Planung, z.B. Wegebeziehungen in den Freiflächen zwischen der Alten Schule und der Bibliothek, Anfahrmöglichkeiten und Stellplätze.

Zu 9.
Zu den Planungen fand am 28.03.2017 ein Gespräch mit der Denkmalschutzbehörde statt. Es wurden zwei verschiedene Entwürfe vorgelegt, die sich allerdings entgegenstanden und zum Teil unterschiedliche Ziele verfolgten. Somit war die Frage der Nutzung Schwerpunkt dieses bisher einzigen Gespräches. Weiterhin wurden eine geplante Aufstockung der Bibliothek und eine Verlegung des Verbindungsganges besprochen, was auch von der Unteren Denkmalschutzbehörde (UD) grundsätzlich positiv bewertet wurde. Auch das Thema einer Vollküche wurde diskutiert, aber aus denkmalschutzrechtlicher Sicht kritisch bewertet. Einzelne Sanierungsmaßnahmen wurden bisher noch nicht abgestimmt. Die UD wies darauf hin, dass die Planung vom weitest gehenden Erhalt des historischen Erscheinungsbildes und der bauzeitlichen Substanz auszugehen hat und dass die Entwürfe mit der Unteren Denkmalschutzbehörde abzustimmen sind.

Schriftliche Anfrage - SchA VIII/0501

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