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Zusätzliche Planstellen für das NS-Dokumentationszentrum

Philipp Wohlfeil

Interfraktioneller Antrag SPD, DIE LINKE

Dem Bezirksamt wird empfohlen, sich gegenüber den zuständigen Stellen auf Bundes- und Landesebene dafür einzusetzen, dass das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit eine Entwicklungsperspektive durch die Einrichtung fester Planstellen erhält und somit auf sachgrundlose Beschäftigungsverhältnisse verzichtet wird. Darüber hinaus soll regelmäßig abgeglichen werden, ob die personellen Kapazitäten den Anforderungen der politischen Bildungsarbeit des Dokumentationszentrums des einzigen authentischen NS-Arbeitslagers in Deutschland entsprechen.

Begründung

Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit befindet sich auf dem historischen Areal eines fast vollständig erhaltenen ehemaligen Zwangsarbeiterlagers in Berlin Schöneweide. Es ist das einzige Zwangsarbeiterlager, das am authentischen Ort in Dauerausstellungen, Sonderausstellungen und Veranstaltungen über das Schicksal der Millionen von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern, die während der NS-Diktatur unter unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit leisten mussten, informiert. Das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit ist Anlaufpunkt für eine Vielzahl von Touristinnen und Touristen sowie Studierenden aus dem In- und Ausland und daher für unseren Bezirk Treptow-Köpenick von großer Bedeutung.

Die wichtige pädagogische Arbeit an diesem Ort wird durch hervorragend qualifiziertes und engagiertes Personal geleistet. Derzeit verfügt das Dokumentationszentrum für NS-Zwangsarbeit über 5 Planstellen, die von Bund und Land finanziert werden. Darüber hinaus sind 8 Mitarbeiter /-innen befristet beschäftigt. Die meisten Verträge laufen Ende Juni bis November 2019 sukzessive aus.

Eine Entfristung und Verstetigung der Stellen ist nötig, da eine nachhaltige Weiterentwicklung und Sicherung der Arbeit des Dokumentationszentrums NS-Zwangsarbeit ohne die feste Verankerung von Planstellen nicht mehr möglich ist. Darüber hinaus führt die dauerhafte Abfolge von sachgrundlos befristeten Arbeitsverträgen zu enormen Reibungsverlusten bei der Arbeit im Dokumentationszentrums mit negativen Begleiterscheinungen für die Arbeitseffizienz und -ökonomie.

Ansprechpartner:

Philipp Wohlfeil

Drucksache VIII/ 0926

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