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Aus dem Rathaus

Flagge gegen Gewalt an trans Menschen

Die Transgender-Flagge am Rathaus Köpenick.
Christian Kerntopf

AfD befand die Deutsche Fahne für „bunt genug“

Eine Flagge am Rathaus zum Internationalen Gedenktag für die Opfer transfeindlicher Gewalt am 20. November forderten SPD und LINKE zur Bezirksverordnetenversammlung (BVV) im November. Anlass für den Gedenktag war die Ermordung der amerikanischen trans Frau Rita Hester im November 1998. Auch in Treptow-Köpenick gibt es transfeindliche Gewalt und Diskriminierung, das zeigen die jährlichen Chroniken des Registers zur Erfassung rechtsextremer und diskriminierender Vorfälle sowie des Pojektes Maneo.

Initiator des Antrags, sozialpolitischer Sprecher der Fraktion Christian Kerntopf: „Transfeindlichkeit ist ein gesellschaftlich relevantes Thema, es steht nur nicht im Blickpunkt vieler Debatten. Genau deswegen ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen und zu zeigen, dass wir dieses Problem erkennen und ernst nehmen. Es ist die Aufgabe von uns als demokratischer Vertretung, uns auch und gerade für die Belange von Minderheiten einzusetzen“. Man wisse natürlich, dass das Zeigen einer Fahne allein noch nicht Diskriminierung und Gewalt beende, es sende aber ein Zeichen der Solidarität an die Betroffenen und die Menschen, die sich in dieser Gesellschaft vor Transfeindlichkeit fürchten müssten. Neben ­Tempelhof-Schöneberg hat nun auch Treptow-Köpenick diese Solidaritätsbekundung beschlossen.

Statt sich ernsthaft, mitfühlend und solidarisch mit diesem Thema zu befassen, kam von AfD und CDU nur unfreiwillige Komik. Die AfD befand die Deutsche Fahne für bunt genug und sie solle als einzige Fahne vor dem Rathaus wehen. Mit dieser Forderung holten sie sich sogar einen Rüffel des Vorstehers ein: Zur offiziellen Beflaggung gehöre natürlich auch die Europaflagge. Nicht selbstverständlich für die anti-Europa-Partei mit faschistischem Personal. Die CDU sorgte sich derweil um die technischen Voraussetzungen und ob es denn zulässig sei, diese Fahne an den hoheitlichen Masten zu hissen. Man stelle sich vor, Bürgermeister Igel (SPD) würde von Innensenator Geisel (SPD) wegen Flaggenvergehens noch vor dem Rathaus festgenommen.


Die Transgender-Flagge: 

Die hellblauen, bzw. rosafarbenen Streifen symbolisieren die klassischen Geschlechterollen, hellblau für männlich und rosa für weiblich.

Der weiße Streifen symbolisiert Intersexuelle, trans* Menschen oder Menschen die sich geschlechtlich bewußt nicht nach dem Zweigeschlechtersystem definieren wollen.


Dieser Artikel erschien zuerst in Aus dem Rathaus vom 07.11.2019

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