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Aus dem Rathaus

Gewalt spitzt sich zu

Adlershof

Buttersäure-Angriff und Schüsse auf Eingangstür

Seit Mai dieses Jahres ist Adlershof Schauplatz einer Welle rassistischer Gewalt. Mitte Mai wurde an einer Privatwohnung der Briefkasten mit rassistischen Drohungen und einem Ha­­kenkreuz beschmiert. Am 9. Juni wurde der Imbiss „Habiba“ in der Adlershofer Dörp­feldstraße Opfer eines Buttersäure-Angriffs. An dem Wagen wurden außerdem erneut rassistische Parolen und ein Hakenkreuz hinterlassen.

Ein neues Ausmaß nahm die Gewalt in den vergangenen Wochen an, als die Wohnung einer geflüchteten Familie mehrfach angegriffen wurde. So wurde im Mai der Briefkasten der Familie zerstört, der Gartenzaun beschädigt und der Eingang mit Hundekot beschmutzt. Es folgten Beleidigungen in unmittelbarer Nähe zum Wohnort. Zuletzt wurden in der Nacht zum 23. Juni zwei Schüsse auf die Eingangstür abgegeben – die Metallkugeln durchschlugen zum Glück nicht die Tür. Verletzt wurde niemand.

Interfraktionell lag der BVV nun eine Resolution mit folgendem Text vor: „Die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin verurteilt nachdrücklich die rassistischen und gewalttätigen Vorfälle der letzten Wochen im Bezirk, insbesondere im Ortsteil Adlershof. Sie setzt sich mit ihrer Arbeit weiterhin entschieden für ein gesellschaftliches Klima der Toleranz, Solidarität, Mitmenschlichkeit und der Gewaltlosigkeit ein.

Angriffe verbaler und körperlicher Art gegen Menschen, egal welcher Herkunft, sexueller Orientierung oder Religion, sowie Delikte fremdenfeindlicher Propaganda und Volksverhetzung müssen konsequent polizeilich verfolgt und bestraft werden. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit ist keine Meinung, sondern eine Verletzung der Werte unseres Grundgesetzes. Die Bezirksverordnetenversammlung dankt zudem den vielen zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich im Bezirk für die Demokratie und ihre Werte sowie für eine Kultur des gelingenden und friedlichen Miteinanders aller hier Lebenden einsetzen. Sie wird diese weiterhin mit aller Kraft und allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln in ihrem Handeln unterstützen.“

(siehe dazu Bericht An Absurdität kaum zu überbieten)

„Alle diese Vorfälle mahnen uns, insbesondere im Lichte der tödlichen rechten Gewalt und Terror in den letzten Jahren, genau hinzusehen und diese Taten gesellschaftlich zu ächten. Wir unterstützen zudem all jene, die sich diesen Taten entgegenstellen“, erklärte dazu Philipp Wohlfeil, Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion in der BVV.

Joseph Rohmann


Dieser Artikel erschien zuerst in Aus dem Rathaus vom 08.08..2019

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