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Kompetenzteams Tourismus

Petra Reichardt

Schriftliche Anfrage VIII/0792

  1. Wie bewertet das Bezirksamt die bisherige Bezirks- und Lobbyarbeit der auf Grundlage des Tourismuskonzeptes Berlin neu geschaffenen Kompetenzteams für Treptow-Köpenick?
  2. Wie stellt sich die erklärte Intensivierung der operativen Arbeit mit dem Bezirk durch visitBerlin dar?
  3. Wie zeigt sich aus Sicht des Bezirksamtes, dass Treptow-Köpenick durch die Arbeit des für den Bezirk zuständigen Kompetenzteams angemessen vertreten und unterstützt wird?
  4. Welche "Ergebnisse sowohl aus der Sekundär- als auch der Primärforschung" hat das Kompetenzteam entsprechend seiner Selbstverpflichtung für Treptow-Köpenick bisher geliefert?
  5. Wie sehen die daraus resultierenden und in Aussicht gestellten Handlungsempfehlungen des Kompetenzteams aus?
  6. Welche ebenfalls angekündigten Marktforschungs- und Digitalisierungsprojekte sollen gemeinsam erarbeitet werden beziehungsweise sind bereits erarbeitet worden?
  7. Welche Arbeitsschritte der gemeinsamen Arbeit sind in Planung beziehungsweise in Vorbereitung (z. B. Kieze auf den Prüfstand)?
  8. Welche Messen, Präsentationen, Pop-Up-Stores u.a. sind bei visitBerlin mit welchen Schwerpunktthemen für 2019 / 2020 in Planung und wie werden die Bezirke daran beteiligt (gemeinsamte Standbetreuungen / Prospektauslagen / Kampagnen / Imagefilme etc.)?
  9. Wie bewerten das Bezirksamt und die weiteren Kooperationspartner die bisherigen Gemeinschaftsprojekte, deren Planung, Durchführung und Ergebnisse?
  10. Wie bewertet das Bezirksamt die gleichberechtigte und gemeinschaftliche Entwicklung touristischer Produkte im Rahmen der Kooperationsvereinbarung?
  11. Wie bewertet das Bezirksamt die Einbindung der bestehenden bezirklichen touristischen Produkte in der gesamtstädtischen Vermarktung (z. B. Industriekultur, Radtourismus, Natur erkunden, Wasser genießen etc.)?
  12. Welche Auffassung hat das Bezirksamt zu möglichen Konkurrenzen der Interessen und touristischen Vermarktung zwischen Treptow-Köpenick und visitBerlins und zwischen den Berliner Bezirken?

gestellt am 14.03.2019

von Petra Reichardt

Das Bezirksamt antwortet am 28.06.2019

Die sehr ausführliche Antwort des Bezirksamtes kann hier gelesen werden.

Wie bewertet das Bezirksamt die bisherige Bezirks- und Lobbyarbeit der auf Grundlage des Tourismuskonzeptes Berlin neu geschaffenen Kompetenzteams für Treptow-Köpenick?

Als für Tourismus zuständige Stelle übernimmt die OE Wirtschaftsförderung innerhalb des Bezirksamts Treptow-Köpenick die Koordination mit visitBerlin. Aus dem Kompetenzteam visitBerlins wurde jedem Bezirk ein sogenannter Bezirkspate zugeordnet, der als Hauptansprechperson für den jeweiligen Bezirk fungiert.

Die generelle Kommunikation erfolgt durch:
1.) seit Frühjahr 2019 in ein- bis zweimonatlich stattfindenden Jour fixe
2.) themenbasierende E-Mail-Abfragen zu Beteiligungsinteresse und Zuarbeiten
3.) durch die quartalsweise stattfindenden Dialogveranstaltungen zwischen dem Kompetenzteam visitBerlins und allen Bezirken.

Mit dem Ziel der Umsetzung des nachhaltigen Tourismuskonzepts 2018+ werden entsprechende Oberthemen für die Maßnahmen (strategische Ebene) konzipiert und umgesetzt. Hierbei erfolgt der Großteil der Maßnahmen- bzw. Themenfestlegung durch visitBerlin ohne Rückkopplung mit den Bedarfen der Bezirke. Bei den Maßnahmen handelt es sich um berlinweite Marketing- oder anderweitige Tourismusprojekte, bei denen der Bezirk TreptowKöpenick je nach Themengebiet nur bedingt Anwendung findet.

Zur Umsetzung dieser Maßnahmen (operative Ebene) werden von visitBerlin umfangreiche Zuarbeiten vom Bezirksamt eingefordert.

Die Zuarbeiten stellen sich als sehr zeitintensiv dar, sind inhaltlich neu zu erarbeiten und unter einem engen Zeitrahmen zu erstellen (i.d.R. ein- bis dreiwöchige Fristen).

Bei der inhaltlichen Erarbeitung der Tourismusthemen bindet die Wirtschaftsförderung die Kompetenzen des Tourismusvereins ein. Diese Zuarbeiten vom Bezirksamt sind für die erfolgreiche Umsetzung der Maßnahmen unbedingt erforderlich, da die Kenntnisse zum Tourismusangebot und -nachfrage vonseiten des Kompetenzteams noch weiterentwickelt werden müssen. Auf dieser operativen Ebene ist ein Mitbestimmungsrecht der Bezirke nur z. T. möglich. Über die letztendliche Verwertbarkeit und Umsetzung dieser inhaltlichen Zuarbeiten entscheidet das Kompetenzteam visitBerlins. Die Transparenz der Entscheidungsfindung ist nur zum Teil erkennbar und die Erklärungen hierzu erhält das Bezirksamt i.d.R. nur auf Anfrage.

Zusätzlich zu den berlinweiten Maßnahmen im nachhaltigen Tourismus erfolgt die Festlegung und Umsetzung von individuellen Themen des Bezirks Treptow-Köpenick in Abstimmung mit dem Bezirkspate visitBerlins. Hierbei ist ein Mitbestimmungsrecht durch das Bezirksamt wahrnehmbar.

Die Einschätzung vom Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e. V., einschließlich des
Vorstands, ist unter Anlage 1 ersichtlich.

Wie stellt sich die erklärte Intensivierung der operativen Arbeit mit dem Bezirk durch visitBerlin dar?

Siehe Antwort 1.
Die Einschätzung vom Kompetenzteam visitBerlins ist unter Anlage 2 ersichtlich.

Wie zeigt sich aus Sicht des Bezirksamtes, dass Treptow-Köpenick durch die Arbeit des für den Bezirk zuständigen Kompetenzteams angemessen vertreten und unterstützt wird?

Der Bezirkspate von Treptow-Köpenick steht mit der Wirtschaftsförderung regelmäßig in
Austausch. Er trägt die bezirklichen Anliegen intern an visitBerlin und koordiniert die internen Abstimmungen. Ein Wechsel der Ansprechperson als Bezirkspate erfolgte im März 2019, wodurch die Kommunikation zwischen Bezirksamt und dem Kompetenzteam verbessert wurde.

Wie unter 1. beschrieben, ist eine Mitbestimmung und Gleichberechtigung der Bezirke für die Festlegung der Handlungsfelder nur teilweise gegeben. Auf dieser strategischen Ebene werden die Maßnahmen von visitBerlin festgelegt. Je nach Themenfeld sind diese entsprechend der Bedarfe für den Bezirk Treptow-Köpenick nur zum Teil relevant und förderlich.

Auf der operativen Ebene werden die Inhalte bzw. Zuarbeiten direkt vom Bezirksamt erstellt. Eine aktive Mitwirkung bei der Definition von Handlungsfeldern gelingt lediglich durch die Vereinbarung von individuellen Maßnahmen des Bezirks Treptow-Köpenick in Zusammenarbeit mit dem Bezirkspaten.

Vorhandene touristische Angebote im Bezirk Treptow-Köpenick werden bisher unzureichend berücksichtigt. Folglich ist die Tendenz zur Schaffung von Doppelstrukturen und -angeboten erkennbar. Eine detaillierte Beschreibung hierzu ist unter 11. zu finden.

Die Einschätzung vom Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e. V., einschließlich des
Vorstands, ist unter Anlage 1 ersichtlich.

Welche "Ergebnisse sowohl aus der Sekundär- als auch der Primärforschung" hat das Kompetenzteam entsprechend seiner Selbstverpflichtung für Treptow-Köpenick bisher geliefert?

In der Sekundärforschung liegen folgende berlin- und deutschlandweite Studien vor:

  • Qualitätsmonitor Deutschlandtourismus,
  • visitBerlin-Trendreport und
  • Wirtschaftsfaktor Berlin.

Diese Marktforschungsdaten wurden im Dezember 2018 an die Wirtschaftsförderung zur Verfügung gestellt.

Die vorliegenden Studien lassen keine Unterteilung in die einzelnen Bezirke zu, wodurch der Mehrwert und die konkrete Nutzung für den Bezirk Treptow-Köpenick unzureichend ist.

Aus der Primärforschung visitBerlins sind die Ergebnisse für die jeweiligen Bezirke zuzuordnen.
Derzeit liegen als Studie vor:

  • Bevölkerungsumfrage (Akzeptanz-Studie), inklusive Sonderauswertung zum Freizeitverhalten der Berliner*innen in den einzelnen Bezirken – Trendanalyse 2018
  • Markenstudie zu den zwölf Bezirken, inklusive individueller touristischer Themeneignung und Zielgruppenansprache

In der Planungs- und Erhebungsphase in der Primärforschung befinden sich weitere folgende Studien:

  • Touristische Hotspots-Studie, inklusive Verschneidung mit den Ergebnissen der Besucherstrommessung
  • Social Media-Analyse (Instagram & TripAdvisor):
    Mittels der Analyse sollen für die jeweiligen Bezirke deren „Instagramability“ erhoben werden; sowie deren Hotspots in den sozialen Medien.
    Zusätzlich ist ein Erkenntnisgewinn über potentiell unbekannte touristische Darstellungsschwerpunkte gegenüber den social media-affinen Besucher*innengruppen geplant.
  • Destination Satisfaction Survey mit einer auf Bezirksebene zur Ermittlung des Net Promoter Scores sowie zur Verstärkung und/oder Gegenlenkung der Erfahrung der Besucher*innen in den individuellen Bezirken

Die Handlungsempfehlungen aus der von visitBerlin durchgeführten Markenstudie werden für die einzelnen Bezirke erstellt.
Im Juni 2019 werden für den Bezirk Treptow-Köpenick die Ergebnisse präsentiert und Handlungsempfehlungen abgeleitet.

Die Einschätzung vom Kompetenzteam visitBerlins ist unter Anlage 2 ersichtlich.

Wie sehen die daraus resultierenden und in Aussicht gestellten Handlungsempfehlungen des Kompetenzteams aus?

Siehe Antwort 4.
Die Einschätzung vom Kompetenzteam visitBerlins ist unter Anlage 2 ersichtlich.

Welche ebenfalls angekündigten Marktforschungs- und Digitalisierungsprojekte sollen gemeinsam erarbeitet werden beziehungsweise sind bereits erarbeitet worden?

Gemeinsam wurde zwischen dem Kompetenzteam visitBerlins und der Wirtschaftsförderung die Beratung beim GRW-Projekt „Volks- und Waldpark Wuhlheide“ mit Fokus auf Marktforschung vereinbart. visitBerlin hat hier eine beratende Funktion für die touristische Nutzung des Volks- und Waldparks Wuhlheide und wird je nach Bedarf vom Bezirksamt einbezogen.
Die Einschätzung vom Kompetenzteam visitBerlins ist unter Anlage 2 ersichtlich.

Welche Arbeitsschritte der gemeinsamen Arbeit sind in Planung beziehungsweise in Vorbereitung (z. B. Kieze auf den Prüfstand)?

Bis dato sind folgende berlinweite Maßnahmen in Planung oder bereits umgesetzt:

  • Eine 24-tägige Tour visitBerlins durch alle Bezirke erfolgte im Sommer 2018 zum generellen Kennenlernen der touristischen Angebote und Produkte.
  • Als thematische Schwerpunkte für das Jahr 2019 zur berlinweiten Vermarktung wurde von visitBerlin die „Berliner Moderne (inkl. Bauhausjahr)“ und „30 Jahre Mauerfall“ festgelegt.
  • Beim Themengebiet der „Berliner Moderne“ wurden passende Orte (Points of Interest) bei den Bezirken abgefragt, die zum Teil über visitBerlin durch Print- und Onlinemedien sowie Messen mitbeworben wurden. Beschreibungstexte zu den Orten Treptow-Köpenicks, erstellt durch visitBerlin, waren zum Teil fehlerhaft und wurden eigens initiiert durch das Bezirksamt korrigiert. Zudem werden Themenrouten durch visitBerlin ausgearbeitet – hierbei wurde das vorhandene Wissen des Bezirksamts und der touristischen Anbieter (v. a. Industriesalon Schöneweide) nicht genutzt. Zudem entstand hierdurch ein Doppelangebot, da Führungen zum Thema Industriekultur durch den Industriesalon Schöneweide bereits existieren und sich erfolgreich etabliert haben.
  • Zur Festlegung des Themenjahrs „30 Jahre Mauerfall“ wurde der Bezirk Treptow-Köpenick kurz vor Beginn der ITB Messe im März 2019 informiert. Die Integration von touristischen Angeboten in Treptow-Köpenick in den Kommunikationskanälen visitBerlins ist laut Aussage des Kompetenzteams möglich. Dies ergibt eine kurze Vorlaufzeit (März bis November) für das Bezirksamt, um geeignete Angebote und Produkte zum Thema Mauerfall zu erarbeiten.
  • Die von visitBerlin festgelegte „Going local Kampagne“ fungiert als vorrangige Kampagne, um das touristische Angebot der Bezirke zu präsentieren. Dies erfolgt durch ein Prospekt, die Webseite und eine eigene „Going local App“. Jegliche inhaltliche Zuarbeiten sind von dem Bezirksamt zu leisten.
  • Im Bereich Kommunikation und Vertrieb wurden folgende Maßnahmen umgesetzt bzw. eingeleitet:
    Auf Nachfrage und Eigeninitiative des Bezirksamts Treptow-Köpenick wurde erreicht, dass eine kostenfreie Prospektauslage in den Berliner Tourist Informationen von visitBerlin (Hauptbahnhof, Europa Center, Alexanderplatz) mit jeweils einem Prospekt pro Bezirk umgesetzt wurde. Eine größere Anzahl an Prospekten ist wünschenswert, um den Bezirk in seinen Facetten ausreichend zu präsentieren.
    Ebenso auf Eigeninitiative vom Bezirksamt Treptow-Köpenick werden bei Messeauftritten visitBerlins neben dem „Going local Flyer“ auch touristische Prospekte aus den Bezirken ausgelegt. Dies erfolgte in 2019 bisher bei zwei Endkunden-Messen (München und Hamburg). Auf mehrmalige Anfrage hin, ist bisher die Auslage von Prospekten der Bezirke für Geschäftskunden-Messen (B2B) wie z. B. „International Hotel Investment Forum“ abgelehnt worden.
    Generell ist bei der Planung von Auftritten bei Messen und Popup-Stores festzustellen, dass selbst auf Anfrage hin die Messeauftritte sehr kurzfristig an die Bezirke kommuniziert werden.
    Zudem bewirbt visitBerlin derzeit berlinweit der Radtourismus auf der komoot-Webseite, wobei Treptow-Köpenick mit mehreren Radrouten präsentiert wird.

Zum Themengebiet Nachhaltigkeit erfolgte eine inhaltliche Zusammenstellung aller Angebote und Produkte vonseiten den Bezirksamtes.
Ein Ergebnis bzw. die Verwertbarkeit dieser Daten ist bis dato nicht ersichtlich.
Des Weiteren sind ca. fünf Schulungen zum Thema „Nachhaltigkeit im Tourismus“ geplant, hiervon fanden drei bereits statt.

Darüber hinaus wurden zwischen der Wirtschaftsförderung des Bezirksamt Treptow-Köpenick und dem Bezirkspaten individuelle Themen vereinbart:

  • Vermarktung von Industriekultur des Bezirks Treptow-Köpenick
  • Beratung zum „Hauptmann von Köpenick“, mit Fokus auf Bewerbung für immaterielles UNESCO-Kulturerbe
  • Stärkung der Flughafenregion BER
  • Digitalisierungsprojekte im Bezirk Treptow-Köpenick
  • Modellprojekt im Bezirk Treptow-Köpenick für das Standortmarketing zur Ansiedlung von Kongresshotels
  • Beratung beim GRW-Projekt „Volks- und Waldpark Wuhlheide“ mit Fokus auf Marktforschung
  • Identifizierung von relevanten Themen für eine verstärkte bezirksübergreifende Zusammenarbeit und Routenentwickung
  • Beratung für einen Innovationstourismus Adlershof und Adlershof als Kongressstandort

Die Einschätzung vom Kompetenzteam visitBerlins ist unter Anlage 2 ersichtlich.

Welche Messen, Präsentationen, Pop-Up-Stores u.a. sind bei visitBerlin mit welchen Schwerpunktthemen für 2019 / 2020 in Planung und wie werden die Bezirke daran beteiligt (gemeinsamte Standbetreuungen / Prospektauslagen / Kampagnen / Imagefilme etc.)?

Siehe Antwort 7.
Die Einschätzung vom Kompetenzteam visitBerlins ist unter Anlage 2 ersichtlich.

Wie bewerten das Bezirksamt und die weiteren Kooperationspartner die bisherigen Gemeinschaftsprojekte, deren Planung, Durchführung und Ergebnisse?

Wie unter 1. beschrieben, ist eine aktive Mitwirkung und Mitbestimmung durch das Bezirksamt bei den unterschiedlichen Projektphasen nur teilweise möglich.

In der Planungsphase werden die berlinweiten Maßnahmen größtenteils durch visitBerlin
festgelegt und die Beteiligung der Bezirke werden abgefragt. In der Durchführung der Maßnahme erarbeitet der Bezirk jegliche Inhalte wie beispielsweise die Detailbeschreibungen zu Radrouten oder touristischen Highlights.

Der Umfang dieser zu erstellenden Inhalte ist sehr zeitintensiv und wird oftmals unter einem kurzen Zeitrahmen (ein- bis dreiwöchige Fristen) eingefordert.

Die Ergebnisse folgen aus dem Hause von visitBerlin, die letztendlich über die Verwertbarkeit und finale Umsetzung entscheiden.

Eine Transparenz über diese Entscheidungen ist nur zum Teil gegeben und Erklärungen folgen nur auf eigens initiierte Anfragen des Bezirksamts.

Im Rahmen der geplanten Maßnahmen des Kompetenzteams ist zu erkennen, dass die Bezirke allmählich eine stärkere Präsenz auf den Kommunikationskanälen visitBerlins erhalten.

Mit Blick auf die gesamte Kommunikation und Bewerbung der Destination Berlin muss festgestellt werden, dass viel Ausbaupotenzial für die Präsenz der bezirklichen Tourismusangebote vorliegt. Dies ist beispielsweise zu erkennen an den Social-Media-Kanälen wie Facebook und Instagram, bei denen touristische Highlights der Bezirke kaum bis wenig Anwendung finden.

Die Einschätzung vom Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e. V., einschließlich des
Vorstands, ist unter Anlage 1 ersichtlich.

Wie bewertet das Bezirksamt die gleichberechtigte und gemeinschaftliche Entwicklung touristischer Produkte im Rahmen der Kooperationsvereinbarung?

Siehe Antwort 9.
Die Einschätzung vom Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e. V., einschließlich des
Vorstands, ist unter Anlage 1 ersichtlich.

Wie bewertet das Bezirksamt die Einbindung der bestehenden bezirklichen touristischen Produkte in der gesamtstädtischen Vermarktung (z. B. Industriekultur, Radtourismus, Natur erkunden, Wasser genießen etc.)?

Im Rahmen der von visitBerlin festgelegten berlinweiten Maßnahmen im nachhaltigen Tourismus fügen sich teilweise die Tourismusschwerpunkte des Bezirks Treptow-Köpenick ein.

Dies betrifft die einmonatige Vermarktung von Radrouten Treptow-Köpenicks auf der
komoot-Webseite und die Integration des Themas Industriekultur in Schöneweide im Rahmen des Themenjahres im Jahr 2019 „Berliner Moderne“.

Die Profilierung des Tourismus Treptow-Köpenick als Natur- und Wasserdestination erfolgt, soweit möglich, bei der Festlegung von individuellen Themen des Bezirks Treptow-Köpenick in Abstimmung mit dem Bezirkspate visitBerlins.

Bestehende Tourismusangebote und -produkte im Bezirk werden bei der Maßnahmenfestlegung und -umsetzung unzureichend berücksichtigt.
Dies stellt sich als unvorteilhaft für die bereits vorhandenen Angebote und Produkte in Treptow-Köpenick heraus und es werden folglich Doppelangebote geschaffen.

Dementsprechend ist beim Kompetenzteam visitBerlins derzeit der Ansatz erkennbar, dass komplett neue Produkte und Angebote passend zu den festgelegten Maßnahmen entwickelt werden.
Dies geschieht unabhängig davon, ob themengleiche Produkte und Angebote bereits im Bezirk bestehen.
Ein Beispiel hierfür ist die Entwicklung einer Tour durch visitBerlin zum Thema Industriekultur in Oberschöneweide, obwohl eine Vielzahl an etablierten Führungen durch den Industriesalon Schöneweide bestehen. Dies ist nicht wirtschaftsförderlich für die bezirklichen Angebote.

Die vorhandenen Produkte in den Bezirken sind unzureichend in den Kommunikationskanälen von visitBerlin integriert, d. h. eine geringe Anzahl an Angeboten sind auf der Webseite und Apps visitBerlins präsentiert. Zudem sind die Angebote auf sogenannten Unterseiten nicht optimal auffindbar, da sie sich nicht auf den Hauptseiten befinden.

Bei der Erarbeitung neuer Inhalte, wie z. B. das Verfassen von Texten zu touristischen Sehenswürdigkeiten, wird bisher wenig auf das Wissen der Akteure vor Ort zurückgegriffen. Die Beschreibungstexte werden i. d. R. durch extern beauftragte Redakteure verfasst, ohne mit den betroffenen Akteuren die Richtigkeit der Inhalte zu prüfen. Aus diesem Grund erschienen zum Teil fehlerhafte Inhalte auf der Webseite visitBerlins, die auf Eigeninitiative des Bezirksamts korrigiert wurden.

Die Einschätzung vom Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e. V., einschließlich des
Vorstands, ist unter Anlage 1 ersichtlich.

Welche Auffassung hat das Bezirksamt zu möglichen Konkurrenzen der Interessen und touristischen Vermarktung zwischen Treptow-Köpenick und visitBerlins und zwischen den Berliner Bezirken?

Siehe auch Antwort 1.

Die Individualität der Bezirke und deren kiezbasierten Stärken kommen, obwohl direkt benanntes Ziel des Tourismuskonzept 2018+, deutlich zu kurz.

Nach Einführung des Tourismuskonzepts 2018+ und des Kompetenzteams von visitBerlin werden die bezirklichen Partikularinteressen nicht mehr in der bisherigen Art wahrgenommen sowie eigene Strategien werden durch die Arbeit und Konzepte von visitBerlin überlagert.

Das Tourismuskonzept Treptow-Köpenick 2015-2025 kann jetzt nur noch eingeschränkt umgesetzt werden.

Vorhandene, bereits langjährig angebotene touristische Produkte finden kaum Beachtung bzw. werden in Kampagnen und Themen von visitBerlin schlecht präsentiert.

Auch überregionale Vernetzungen des Tourismusvereins Berlin Treptow-Köpenick e.V. mit dem Umland finden sich in den Planungen bisher nicht wieder.

Die Zusammenarbeit zwischen den heterogenen Berliner Bezirken mit ihrer Vielfalt an touristischen Angeboten war in der Vergangenheit trotz eines berlinweiten Wettbewerbs sehr kollegial und konstruktiv.

Mit Einführung des Kompetenzteams und der strategischen Ausrichtung für ein berlinweites, nachhaltiges Tourismuskonzept 2018+ hat sich die Art der Kommunikation zwischen den Bezirken u. a. aufgrund der zusätzlichen Kommunikationswege und einer Filterfunktion des Kompetenzteams verändert und im vergangenen Jahr verschlechtert.

Trotz eigener Strukturen im Bezirk Treptow-Köpenick, werden touristische Inhalte von visitBerlin vorgegeben.
Siehe auch Antwort 9.

Die bezirklichen Interessen und deren Vermarktung durch visitBerlin finden sich nur teilweise wieder.
Die Konkurrenzen spiegeln sich nicht nur im „Abwerbeverhalten“ von Mitgliedschaften touristischer Partner*innen im Bezirk wieder, sondern zeigen sich auch bei der häufigen kritischen Hinterfragung und der Verzögerungen der Aktivitäten des Tourismusvereins Berlin Treptow-Köpenick e.V..

Die Einschätzung vom Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e. V., einschließlich des
Vorstands, ist unter Anlage 1 ersichtlich.

Schriftliche Anfrage - SchA VIII/0792
 

 

 


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