Mehr Kunst im Öffentlichen Raum
Antrag, interfraktionell mit B'90Grüne
Die Bezirksverordnetenversammlung Treptow-Köpenick von Berlin möge beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, die auf der Grundlage der "Kurzprofile für die 20 Bezirksregionen von Treptow-Köpenick" (Beschluss des BA vom 20. Mai 2025) identifizierten Handlungsfelder zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verstärkt mit kulturellen, künstlerischen und soziokulturellen Gestaltungen durch Kunst- und Kulturschaffende zu verbinden. Entsprechende Projekte sollten aktiv gefördert und bei der Planung und Umsetzung berücksichtigt werden.
Begründung:
Die Stadtteilprofil-Kurzberichte (SPK) dienen der Verwaltung, der Zivilgesellschaft und der Politik als Informationsinstrument und können diese bei ihrer Arbeit gezielt unterstützen. Künstlerische und kulturelle Gestaltung hat historisch einen bedeutenden Beitrag zur Aufwertung öffentlicher Räume – wie Parks,
Grünflächen und Plätze – geleistet. Diese Expertise sollte auch heute selbstverständlich in städtebauliche Planungen einbezogen werden. Gerade in neu entstehenden Wohnvierteln sowie in bestehenden, sich wandelnden Kiezen bietet die Einbindung von Kunst- und Kulturschaffenden eine Chance, Aufenthaltsqualität, Identifikation mit dem Quartier und sogar die touristische Attraktivität zu steigern. Der Bezirk verfügt mit dem Fachbeirat für Kunst im öffentlichen Raum über ein qualifiziertes Gremium, das die Fachämter für Stadtentwicklung, Bauen sowie Wirtschaftsförderung und Tourismus professionell beraten kann. Darüber hinaus könnten auch Fördermittel auf Landes-, Bundes- oder EU-Ebene – etwa über Programme wie URBACT oder die Europäische Stadtinitiative (European Urban Initiative) – genutzt werden, um entsprechende Projekte umzusetzen.
Drucksache: IX/1199
Ansprechpartnerin: Edith Karge
Ansprechpartner: Philipp Wohlfeil

