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Verkehrschaos minimieren - Brückensanierung voranbringen

Salvador-Allende-Brücke

Risse im Beton, kurzfristige Sperrung der Brücke, Verkehrschaos im Umfeld. Diese Schlagworte erinnern an den Sommer 2018 als schon einmal eine wichtige Verkehrsschlagader aus Sicherheitsgründen stark eingeschränkt werden musste. Während sich die Situation in Alt-Treptow an der Elsenbrücke inzwischen etwas normalisiert hat, auch weil es keine Komplettsperrung gibt und einige Umfahrungen möglich sind, wird das Allende-Viertel noch lange Zeit unter der gesperrten Salvador-Allende-Brücke leiden. Nahezu abgeschnitten ist der Kiez jetzt von der S-Bahn, zeitraubende Umwege sind nötig, um etwa zum S-Bahnhof Köpenick oder Hirschgarten zu kommen. Für Menschen aus Köpenick-Nord, Hirschgarten und Friedrichshagen könnte die Situation sogar gefährlich werden, weil die kürzeste Zufahrt zum Krankenhaus Köpenick wegfällt. Rettungsfahrzeuge müssen nun einen fünf Kilometer langen Umweg durch die Altstadt Köpenick nehmen, was die Fahrtzeit um 10 Minuten verlängert. „In dringenden Fällen kann das extrem kritisch sein“, sorgt sich Uwe Doering (DIE LINKE), Sprecher für Stadtentwicklung. Man arbeite aber an Lösungen, um wenigstens für Rettungsfahrzeuge eine Querung der Salvador-Allende-Brücke zu ermöglichen oder den Weg durch die Altstadt zu beschleunigen. Auch für die Menschen im Allende-Viertel würden gerade Lösungen erarbeitet, so Doering, den eine Begegnung fesselt: „An der Bushaltestelle Salvador-Allende-Straße/ Wendenschloßstraße treffe ich am Montag nach der Sperrung auf 15 ältere Menschen. Alle sind aufgebracht, weil sie nicht wissen, wie sie zur S3 kommen sollen und Informationen fehlen. Zum Glück konnte ich helfen und die neue Streckenführung erklären. Eine ältere Dame gab mir den Rat: Bleim'se hier stehen, könn‘se Jeld mit verdien‘“. Damit Anwohnerinnen und Anwohner aus Köpenick-Nord, Allendeviertel und auch Müggelheim künftig nicht auf Erklärungen von Lokalpolitikern angewiesen sind, habe man zusammen mit der SPD einen dringlichen Neun-Punkte-Plan eingebracht:

* Wegen des hohen Anteils an Seniorinnen und Senioren im Allende-Viertel soll eine bessere direkte Anbindung an die S3 (S-Bahnhof Köpenick) erfolgen. Vorstellbar zum Beispiel die Streckenführung des 269er-Busses über die Salvador-Allende- und die Wendenschloßstraße.

* Die Anbindung des Allendeviertels soll durch Taktverkürzungen und -verstärkungen des Öffentlichen Nahverkehrs verbessert werden.

* Veränderungen in der Anbindung an die Öffentlichen soll kurzfristig bekannt gemacht werden, insbesondere an den Haltestellen, aber auch in den sozialen Medien.

* Eine schnelle Anbindung von Feuerwehr, Rettungs- und Krankenwagen an das Krankenhaus Köpenick, aus Hirschgarten, Friedrichshagen soll ermöglicht werden.

* Ein Konzeptes zur Verkehrsentlastung Köpenicks soll erarbeitet werden. Die Ampeln an den Kreuzungen Salvador-Allende-Straße / Wendenschloßstraße und Salvador-Allende-Straße / Friedrichshagener Straße sollen zum Beispiel abgeschaltet werden.

* Umgehungs- bzw. offizielle Umleitungsstrecken sollten auf Verkehrserleichterung geprüft werden, etwa hinsichtlich der Notwendigkeit von Verkehrszeichen.

* Bauarbeiten auf Umgehungs- bzw. offiziellen Umleitungsstrecken sollten verschoben werden.

* Die Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke sollen durch das Vorziehen von Planungs- und Arbeitsschritten beschleunigt werden.

* Der Bezirk soll bei der Erarbeitung der Verkehrslösungen beteiligt werden.

„Zumindest die wartenden Menschen an der Bushaltestelle haben unsere Initiative mit überschwänglicher Berliner Begeisterung aufgenommen. Es gab zustimmendes Nicken und Gemurmel“, erzählt Doering.


Dieser Artikel erschien zuerst in Aus dem Rathaus vom 02.2019

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