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Wohnungsbau und Infrastruktur "Verkehr" in Spindlersfeld

Uwe Doering

Schriftliche Anfrage VIII/1103

  1. Wie bewertet das Bezirksamt Treptow-Köpenick aus heutiger Sicht und unter dem Aspekt des geplanten Wohnungsbaues durch die Degewo die im Zusammenhang mit dem B-Planverfahren 9-22 (Wasserstadt Spindlersfeld) erstellte Verkehrsfolgeabschätzung?
  2. Teilt das Bezirksamt Treptow-Köpenick die Ansicht, das entsprechend der oben genannten Verkehrsfolgeabschätzung und der weiter anwachsenden Bevölkerung in Spindlersfeld, der Verkehrsknotenpunkt Oberspreestraße / Ottomar-Geschke-Straße an seine Kapazitätsgrenzen stoßen wird?
  3. Wenn ja, welche Schlussfolgerungen zieht das Bezirksamt Treptow-Köpenick aus dieser Erkenntnis?
  4. Wird das Bezirksamt Treptow-Köpenick aufgrund der anwachsenden Bevölkerung in Spindlersfeld und der Umgebung bei entsprechenden Stellen auf eine Taktverdichtung der S-Bahn (S47) drängen?
  5. Hat es in der Vergangenheit solche Initiativen vonseiten des Bezirksamtes Treptow-Köpenick bereits gegeben und, wenn ja, mit welchem Ergebnis?

gestellt am 11.02.2020

von Uwe Doering

Das Bezirksamt antwortet am 05.03.2020

Wie bewertet das Bezirksamt Treptow-Köpenick aus heutiger Sicht und unter dem Aspekt des geplanten Wohnungsbaues durch die Degewo die im Zusammenhang mit dem B-Planverfahren 9-22 (Wasserstadt Spindlersfeld) erstellte Verkehrsfolgeabschätzung?

Teilt das Bezirksamt Treptow-Köpenick die Ansicht, das entsprechend der oben genannten Verkehrsfolgeabschätzung und der weiter anwachsenden Bevölkerung in Spindlersfeld, der Verkehrsknotenpunkt Oberspreestraße / Ottomar-Geschke-Straße an seine Kapazitätsgrenzen stoßen wird?

Der Block Färberstraße/Ahornallee ist Teil der gutachterlichen Betrachtung zu den verkehrliehen Auswirkungen des Bebauungsplans 9-22 "Rewatex" gewesen. Für dieses Bebauungsplanverfahren wurden zwei verkehrliehe Untersuchungen erstellt:

  • B-Pian 9-22 "Spindlerquartier", Verkehrliehe Standortbewertung und Verkehrsfolgeabschätzung, Rumen Genow, 2013
  • B-Pian 9-22 Kurzexpertise zur Verkehrserschließung, FPB, 2016

Zitat aus der Untersuchung 2013:

.,in dem Prognosenetzmodell sind städtebauliche Entwicklungen und Veränderungen im Netz [... ]berücksichtigt.[...] Die Verkehrsprognosebetrachtungen basieren prinzipiell auf dem
Prognose-Netzmodell der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt für den Prognosehorizont 2025."

Die Untersuchung von 2013 geht als verkehrliche Grundlage (Bestand) von einer werktäglichen Querschnittsbelastung von etwa 2.500 Kfz/Tag aus. Weiterhin wird eine Verkehrszunahme um 2.096 Kfz-Bewegungen/Tag resultierend aus dem Bebauungsplan 9-22, der ca. 770 WE ermöglicht, prognostiziert, also ca. eine Verdoppelung der Verkehrsbelastung der Ottomar-Geschke-Straße.

Diese Zahlen wurden durch die 2016 erstellte Untersuchung bestätigt.
Zur Abwicklung des Gesamtverkehrs wurden Anpassungen am Knotenpunkt Oberspreestraße/ Ottomar-Geschke-Straße sowie eine Anpassung des Signalprogramms der vorhandenen LSA am Knotenpunkt erforderlich. Durch die zusätzlich geschaffene gesonderte Rechtsabbiegerspur von der nördlichen Ottomar-Geschke-Straße in die Oberspreestraße sowie die Ummarkierung für mehr nach links aus der westlichen Oberspreestraße abbiegende Kfz wurde die Verkehrsqualität am Knotenpunkt Oberspreestraße/ Ottomar-Geschke-Straße verbessert. ln der Spitzenstunde können nun ca. 120 Linksabbieger in die nördliche OttomarGeschke-Straße abfließen. Prognostiziert wurde ein Verkehrsaufkommen aus Bestand und B-Pian 9-22 von ca. 110 Linksabbiegern je Stunde.

ln der Färberstraße 19 könnten nach aktuellem Planungsstand ca. 60 WE zusätzlich entstehen. Die durch Fahrzeuge der neuen Wohnungsmieter entstehenden Fahrten verteilen sich
auf den gesamten Tag und können neben der Ottomar-Geschke-Straße auch über die Färberstraße die Ottomar-Geschke-Straße erreichen.

Das Bezirksamt teilt nicht die Sorge, dass die Kapazität des Knotenpunkts sich dadurch wesentlich verschlechtert.

Wenn ja, welche Schlussfolgerungen zieht das Bezirksamt Treptow-Köpenick aus dieser Erkenntnis?

entfällt

Wird das Bezirksamt Treptow-Köpenick aufgrund der anwachsenden Bevölkerung in Spindlersfeld und der Umgebung bei entsprechenden Stellen auf eine Taktverdichtung der S-Bahn (S47) drängen?

Hat es in der Vergangenheit solche Initiativen vonseiten des Bezirksamtes Treptow-Köpenick bereits gegeben und, wenn ja, mit welchem Ergebnis?

Ganz unabhängig vom degewo-Vorhaben drängt das Bezirksamt schon seit Jahren auf eine Taktverdichtung der S 47. Die bestehende Eingleisigkeil und die niveaugleiche Querung der Oberspreestraße bilden dabei ein Umsetzungshindernis. Das Bezirksamt bleibt dran.

Schriftliche Anfrage - SchA VIII/1103
 


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