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Aus dem Rathaus

Straßenlärm und Taubendreck

Fraktion informiert sich vor Ort über Probleme

Der Ortsteil Baumschulenweg ist zwar mittendrin, liegt aber zwischen Heidekampgraben, Plänterwald, Autobahn und Britzer Verbindungskanal doch etwas abgetrennt von den anderen Wohngebieten. Aus dieser Lage ergeben sich auch spezifische Probleme. Der Bürgerverein Baumschulenweg sucht nicht nur nach Möglichkeiten, diese zu verbessern, sondern setzt sich auch mit Veranstaltungen und Events für eine aktiv vernetzte Nachbarschaft ein.

Zu Jahresbeginn luden fünf Vertreterinnen und Vertreter des Bürgervereins die Fraktion DIE LINKE zu einem Gedankenaustausch. In der Rumba kommen die Sorgen dann auf den Tisch, während sich draußen in der Baumschulenstraße das Verkehrsproblem langsam über das frische Glatteis wälzt. Seit Eröffnung der neuen Minna-Todenhagen-Brücke führt der Großteil des Zubringerverkehrs zur Autobahn durch die Baumschulenstraße, statt wie bislang über die Südostallee. Für die Einkaufsstraße im Wohngebiet überwiegen die Nachteile: Anwohnerinnen und Anwohner beklagen den gestiegenen Lärm, die Überquerung der Baumschulenstraße wird mehr und mehr zum Problem für alle, die nicht sonderlich gut zu Fuß sind. Die langfristig geplante Umfahrung, die Süd-Ost-Verbindung (SOV) als Verlängerung der Minna-Todenhagen-Brücke birgt aber weitere Konflikte. Ökologisch und sozial wichtige Kleingärten werden weichen müssen, damit in der Baumschulenstraße wieder Ruhe einkehrt. „Eine einfache Lösung gibt es nicht“, erklärt Uwe Doering, Sprecher für Stadtentwicklung und weist auf die zahlreichen Folgeprobleme und Abhängigkeiten in anderen Ortsteilen hin. „Was wir brauchen und einfordern werden, ist ein Gesamtkonzept für den Verkehr im Berliner Südosten. Insbesondere mit Blick auf den irgendwann einmal eröffnenden BER ist das dringend geboten.“

Die Schwimmhalle Baumschulenweg ist ganz nah und für die meisten Anwohnerinnen und Anwohner doch ganz weit weg. Als reine Schul- und Vereinsschwimmhalle deklarieren die Berliner Bäderbetriebe das Bad, nur einzelnes Frühschwimmen ist für die Allgemeinheit geöffnet. „Das muss sich ändern, auch Menschen, die nicht in Vereinen organisiert sind, sollten die Möglichkeit haben, in Ortsteilnähe schwimmen zu gehen. Wir werden uns mit dieser Forderung nachdrücklich an die zuständigen Berliner Bäderbetriebe wenden“, so Heike Kappel, sportpolitische Sprecherin. Trotz der etwas abseitigen Lage des Ortsteils ist auch hier schon die anziehende Gentrifizierung zu spüren. Wo bislang noch einige Künstlerinnen und Künstler günstige Ateliers mieten konnten, steht nun ein neuer Eigentümer in den Startlöchern, um Erträge aus seinen Investitionen zu ziehen. Edith Karge, kulturpolitische Sprecherin, erklärt: „Damit auch die schaffenden Künste weiter einen Platz in Baumschulenweg haben, werden wir weiter Gespräche mit dem Eigentümer des Atelierhauses führen und nach Kompromissen suchen“.

Die unschönen Hinterlassenschaften von Tauben auf und um den Bahnhof Baumschulenweg sind weitere Dinge, die die Anwohnenden und den Bürgerverein Baumschulenweg beschäftigen. Sperrmüll, Dreck und zunehmend das „Geschäft“ von alkoholisierten Menschen im Umkreis des S-Bahnhofs sorgen für Unmut. „Ob bei diesen Menschen das Aufstellen einer Toilette hilft, ist unklar. Wie die Taubenpopulation hingegen wirksam und tierschutzgerecht eingedämmt werden kann, ist bekannt. Dazu werden wir die Deutsche Bahn auch auffordern“, verspricht Philipp Wohlfeil, Fraktionsvorsitzender. Der Bürgerverein will sich währenddessen in Zusammenarbeit mit der BSR um eine Sperrmüllsammlung bemühen, um kleinere Dreckecken zu räumen.


Anträge, die sich aus dem Treffen ergaben:

Verkehrskonzept für Treptow-Köpenick auflegen VIII/0650

Schwimmhalle Baumschulenweg für Allgemeinheit öffnen VIII/0657

Taubenpopulation am S-Bhf Baumschulenweg eindämmen VIII/0675

Kontaktmöglichkeit zum
Bürgerverein Baumschulenweg:

Bürgerverein Baumschulenweg e.V.

bürgerverein-baumschulenweg.de

info@bürgerverein-baumschulenweg.de

Tel: 0177. 313 65 95

Ernststraße 21 · 12437 Berlin

Brennt ihrem Verein ein Problem auf den
Nägeln, dass sie besprechen möchten?

Wenden Sie sich an die Fraktion:

mail@linksfraktion-tk.de

Tel: 030. 533 76 07

 

Dieser Artikel erschien zuerst in Aus dem Rathaus vom 02.2019

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